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18.04.2019 08:40

Neuer Kunstrasen im Sportpark Deutweg

Der Stadtrat beantragt beim Grossen Gemeinderat einen Kredit von rund 1,98 Millionen Franken für den Umbau eines Naturrasenfeldes im Sportpark Deutweg zu einem Kunstrasenfeld. Gleichzeitig hat er Aufwendungen von rund einer halben Million Franken für neue Werkleitungen, Beleuchtungsinstallationen und Ballfangzäune als gebunden erklärt. Schliesslich hat der Stadtrat 200 000 Franken für die Umsetzung erster Aufwertungsmassnahmen aus dem Masterplan Sportpark Deutweg freigegeben.

Die Stadt Winterthur verfügt über deutlich zu wenige Fussballplätze, um die grosse Nachfrage zu decken. Alle Fussballvereine mit Nachwuchsabteilung haben Wartelisten. Unter anderem um den grossen Bedarf an Rasenfläche zu decken, soll ein bisheriges Naturrasenfeld im Sportpark Deutweg zwischen dem Galgenackerweg und dem Garderobengebäude an der Hörnlistrasse in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden.

Kunstrasenflächen können im Gegensatz zu Naturrasenplätzen weit intensiver, auch bei nasser Witterung und im Winter benutzt werden. Der neue Platz wird von den siebzehn Mannschaften des FC Tössfeld, vom «American Football Club Winterthur Warriors», dem Rugby-Club Winterthur sowie weiteren Fussballklubs (Firmenfussball, Fussball-Schulen, FC Winterthur, Ausbildungskurse des Fussballverbandes) genutzt werden.

Neuartiges Kunstrasen-System Die bisherigen Kunstrasenfelder in Winterthur (Flüeli, Hegmatten und Schützenwiese) sind mit sogenannten verfüllten Kunstrasensystemen ausgestattet. Das bedeutet, dass zur Stabilisierung der Kunststoffhalme Gummigranulat verwendet wird. In der Stadt Winterthur wird bei den verfüllten Systemen ausschliesslich zertifiziertes Gummigranulat eingesetzt. Trotzdem geraten verfüllte Systeme immer wieder in die Kritik wegen des Gummigranulats, das durch die Nutzenden oder beim Schneeräumen aus der Anlage getragen werden kann.

Im Sportpark Deutweg soll erstmals ein unverfülltes Kunstrasensystem verbaut werden. Die Anschaffungskosten dafür sind rund zwanzig Prozent höher. Im Gegenzug reduzieren sich die Kosten beim Unterhalt, da nicht nachgranuliert werden muss.

Für die Erstellung des Kunstrasenfeldes mit dem entsprechenden Unterbau, den Versickerungsanlagen, der Bewässerung und den Umgebungsflächen beantragt der Stadtrat beim Grossen Gemeinderat einen Kredit von 1 983 200 Franken.

Gebundene Kosten Talgut

Die zur Fussballanlage gehörenden Installationen sind veraltet. Im Zuge der Erstellung des Kunstrasenplatzes müssen die Werkleitungen ab der Hörnlistrasse komplett erneuert werden. Der Ballfangzaun entlang des Schulhauses Hörnlistrasse muss ersetzt werden. Die Ballfangzäune auf den Längsseiten werden zurückgebaut und im Sinne einer offenen Gestaltung nur noch mit einem Handlauf ersetzt. Die Beleuchtung des neuen Kunststoffrasenfeldes erfolgt über sechs neue Kandelaber mit LED-Leuchten. Der Stadtrat hat für diese Massnahmen insgesamt Ausgaben von 502 950 Franken als gebunden erklärt.

Aufwertung Sportpark Deutweg

Im Zusammenhang mit der Realisierung des Sportzentrums «Win 4» hat die Stadt einen Masterplan für die künftige Entwicklung des gesamten Sportparks Deutweg erarbeitet. Wesentliche Ziele sind die Aufwertung des Sportplatzes in einen Sportpark mit besseren Wegverbindungen und einer höheren Aufenthaltsqualität für Anwohnende und Besuchende. Der Bereich zwischen Kunststoffrasenfeld und Galgenackerweg wird als grosszügige Kiesfläche angelegt und bildet den Grundstein für optimale Wegverbindungen. Locker gruppierte Schattenbäume und Sitzgelegenheiten strukturieren den platzartigen, öffentlichen Raum und bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Für die Vertiefung des Masterplans hat der Grosse Gemeinderat mit dem Budget 2019 bereits einen Projektierungskredit von 200 000 Franken bewilligt. Der Stadtrat hat für erste Umsetzungsmassnahmen nun weitere 200 000 Franken aus dem freien Stadtratskredit gesprochen.

Die beschriebenen Teilvorhaben sind miteinander verknüpft und voneinander abhängig. Ihre Umsetzung soll deshalb gemeinsam angegangen werden, auch um Kosten zu sparen. Die Realisierung ist zwischen diesem Sommer und Frühling 2020 vorgesehen.

Hier finden Sie die Weisung an den Grossen Gemeinderat.
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