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8. Apr. 2020, 08:30 Uhr
medienmitteilung, soziales

Alter und Pflege: Massnahmen zur Bewältigung der Coronakrise

Die städtischen Alterszentren und die Spitex haben Vorkehrungen zur Bewältigung der Coronakrise getroffen. So wurden auf dem Areal des Alterszentrums Adlergarten 41 zusätzliche Pflegeplätze geschaffen und die Spitex stellt – gemeinsam mit privaten Spitexorganisationen – ein spezifisches Covid-19-Team zusammen. Damit ist die Stadt auf eine weitere Zunahme von Corona-Fällen vorbereitet.

Der Bereich Alter und Pflege hat in den letzten Wochen intensive Vorbereitungen getroffen, um die stationäre und ambulante Pflegeversorgung insbesondere der älteren Bevölkerung von Winterthur angesichts der Coronakrise sicherzustellen. Die getroffenen Massnahmen wurden mit dem Kantonsspital Winterthur (KSW) koordiniert, um für den Fall einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie bereit zu sein.

Alterszentren erhöhen Aufnahmekapazität Auf dem Areal des Alterszentrums Adlergarten wurden 41 zusätzliche Pflegeplätze geschaffen. Diese dienen der Akut- und Übergangspflege. Ein Teil der Plätze ist für Menschen vorgesehen, die aus dem Spital entlassen werden, aber noch nicht zurück nach Hause können. Zudem wird in einem separaten Gebäude eine Aufnahmestation für an Covid-19 erkrankte Personen geschaffen. Hier werden Menschen umsorgt, die nicht in ein Spital verlegt werden wollen, aber eine umfassende (Palliativ-)Pflege erhalten möchten. Zuweisungen erfolgen zum Beispiel von der Spitex oder von Hausärztinnen und -ärzten.

Kooperation verschiedener Spitexorganisationen Für die Pflege von Covid-19-erkrankten Personen zuhause wird ein spezialisiertes Spitex-Team aufgebaut, das während 7mal 24 Stunden Einsätze leisten kann. Das Team setzt sich aus diplomiertem Pflegepersonal von verschiedenen Spitexorganisationen unter der Leitung der Spitex der Stadt Winterthur zusammen. An dieser bisher einmaligen Kooperation beteiligen sich das Mobile Palliative Care Team Region Winterthur, die evangelische und die katholische Spitex Winterthur sowie der Katholischen Krankenpflege Oberi.

Zusätzliche Mitarbeitende für Alter und Pflege Zahlreiche Mitarbeitende von Alter und Pflege erhöhen ihr Arbeitspensum, so auch die Studierenden und Lernenden, die aktuell keinen Präsenzunterricht haben. Zudem können dank des internen Personalpools der Stadt Winterthur auch Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung, die zurzeit keine Arbeit haben, bei Alter und Pflege eingesetzt werden. Dies zum Beispiel am Empfang, bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten oder in der Küche.

Schutz vor Ansteckung hat Priorität Zum Schutz der Bewohnenden der Alterszentren und der Mitarbeitenden sind Anpassungen und Einschränkungen unumgänglich. So herrscht nach wie vor eine Besuchs- und Ausgangssperre und die Mitarbeitenden müssen mit Hygienemasken arbeiten, wenn sie Kontakt zu Bewohnenden oder zu Spitex-Klientinnen und -Klienten haben.

Dabei versuchen die Alterszentren in dieser ausserordentlichen Situation so gut wie möglich einen normalen Alltag aufrecht zu erhalten. Zum Beispiel können die Bewohnenden via Videochat den Kontakt zu ihren Angehörigen pflegen. Auch regelmässige Spaziergänge können die Bewohnenden – unter Wahrung der Hygienemassnahmen – in den eigens abgesperrten Arealen machen.

Aktuell (Stand 7. April, Abend) befindet sich in den städtischen Alterszentren eine Person mit einer Covid-19-Diagnose. Eine Person – mit bestehenden Vorerkrankungen – ist leider verstorben. Die Isolations-, Hygiene- und Schutzmassnahmen werden nach wie vor strikt umgesetzt, um eine weitere Ausbreitung von Infektionen zu vermeiden.
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