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29.11.2018 08:34

Wärmepreise ab Januar 2019

Der Stadtrat hat die Wärmepreise für Winterthur ab dem kommenden Jahr beschlossen. Die Tarife für Gas bleiben unverändert. Die Tarife für Fernwärme werden hingegen per 2019 erstmals seit achtzehn Jahren angepasst.

In Winterthur verwendet die Mehrheit der Kundschaft Gas zum Heizen oder zur Warmwasseraufbereitung. Nur wenige Unternehmen auf Stadtgebiet benötigen Prozessgas. Das Fernwärmenetz in Winterthur versorgt über 600 Liegenschaften mit umweltfreundlicher Wärme. Damit deckt die Winterthurer Kehrichtverwertungsanlage (KVA) rund fünfzehn Prozent des städtischen Wärmebedarfs.

Unveränderte Gaspreise Die Gastarife in Winterthur erfahren 2019 keine Veränderung. Die Infrastruktur- und Vertriebskosten bleiben auf dem gleichen Niveau wie 2018. Auch bei den vom Bund festgelegten Steuern und Abgaben ist keine Änderung zu erwarten. Die Beschaffungskosten am Markt steigen hingegen. Dennoch erhöht Stadtwerk Winterthur die Gastarife nicht, sondern kann wie im laufenden Jahr einen Bonus gewähren. Dieser wird im kommenden Jahr 2,3 Prozent betragen (aktuell 4,6 Prozent). Mit dem Bonus gibt Stadtwerk Winterthur seinen Erfolg im Geschäftsfeld Gas in Form einer Preisreduktion an seine Kundschaft auf Stadtgebiet weiter. Ein durchschnittlicher Winterthurer Haushalt (vierköpfig, Gasheizung, Verbrauch von ca. 20 000 Kilowattstunden (kWh)/Jahr(a)), der das Standardprodukt «e-Gas.Bronze» bezieht, wird im 2019 die gleichen Gastarife wie jetzt bezahlen und erneut einen Bonus erhalten. Dieser beträgt über das gesamte 2019 rund 30 Franken (im laufenden Jahr rund 60 Franken). Somit belaufen sich die Kosten in diesem Beispiel bei gleichbleibendem Verbrauch auf rund 1330 Franken im 2019 (im laufenden Jahr auf rund 1300 Franken, vor Steuern und Abgaben).

Angepasste Fernwärmepreise Stadtwerk Winterthur passt die Fernwärmepreise erstmals seit achtzehn Jahren an. Während der Leistungspreis unverändert bleibt, erhöht sich der Arbeitspreis bei der Kundschaft um 0,5 Rp./kWh auf 4,9 Rp./kWh. Der Grund dafür ist der gestiegene Ankaufspreis für die Abwärme der KVA. Seit 2014 hat sich dieser um rund 43 Prozent erhöht. Angesichts dieses Anstiegs ist die Erhöhung des Arbeitspreises um 11,4 Prozent verhältnismässig. Fernwärme bleibt somit eine attraktive Alternative zu Heizöl und weist zudem eine vorteilhafte Ökobilanz auf. Für ein typisches Einfamilienhaus (Heizung, Brauchwarmwasserversorgung, Verbrauch von 22 800 kWh/a und rund 1900 Betriebsstunden) werden die jährlichen Fernwärmekosten (Arbeits- und Leistungspreis) ab 2019 um 114 Franken auf 2162 Franken ansteigen.

           Zusammensetzung Gaspreise Die Tarife für Gas in Winterthur setzen sich aus den Beschaffungskosten für die Energie, den Netzinfrastrukturkosten, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie den Steuern und Abgaben zusammen. 2018 hat Stadtwerk Winterthur zudem einmalig einen Bonus gewährt, mit dem es seiner Gaskundschaft auf Stadtgebiet den Erfolg in diesem Geschäftsfeld in Form einer Tarifreduktion weitergibt. Im kommenden Jahr wird erneut ein Bonus gewährt.

Zusammensetzung Fernwärmepreise Die Tarife für Fernwärme in Winterthur ergeben sich aus dem Arbeitspreis, dem Leistungspreis und bei Neuanschlüssen zusätzlich aus der Anschlussgebühr. Der Arbeitspreis beinhaltet die Kosten für den Ankauf der Abwärme von der KVA, den Betriebsaufwand der Fernwärmeversorgung sowie die Investitionen in die Heizwerke und die Netzhaupterschliessungstrassees. Der Leistungspreis wird in Abhängigkeit der abonnierten Leistung als fixer Jahresbeitrag festgelegt. Die Anschlussgebühr wird einmalig beim Anschluss einer Liegenschaft an das Fernwärmenetz erhoben.

 

   Link zum Preisüberwacher für den schweizweiten Vergleich der Gaspreise.
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